Info-Seite "Magnetventileshop"

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Magnetventil-106

Typ 106
NC = Stromlos geschlossen. Eine Feder drückt die Dichtungspastille gegen den Ventilsitz unterstützt durch den sich aufbauenden Druck der Strömungsrichtung des Mediums. Das Öffnen muss durch die elektromagnetische Kraft der Spule gegen den Federdruck und den Mediumdruck erfolgen.
NO = Stromlos offen.

 

Magnetventil-107

Typ 107
Vorgesteuerte Ventile benötigen eine Druckdifferenz, die im Datenblatt als Mindestdruck angegeben wird.
Die elektromagnetische Kraft der Spule steuert vor und die vorhandene Druckdifferenz des Mediums hebt die Dichtung an. So können hohe Drücke und große Nennweiten mit kleiner elektromagnetischer Kraft gesteuert werden

 

Magnetventil-108

Typ 108
Zwangsgesteuerte Ventile kombinieren die Eigenschaften. Sie schalten ab 0 Bar. 
Durch Öffnen der Bohrung der Vorsteuerung hebt die Dichtung ab. So können hohe Drücke und große Nennweiten mit kleiner elektromagnetischer Kraft und ohne Unterstützung durch einen Differenzdruck gesteuert werden

 

Hygienisch einwandfreie Magnetventile

 

Grundsätzlich ist zu sagen, dass alle mehrfach verwendeten Magnetventile im klinischen Sinn nicht hygienisch einwandfrei sind.

Nur Schlauchventile, wie z.B. die ACL- Magnetventile der Baureihe 700, bei denen nach jedem Gebrauch die Schläuche komplett erneuert werden, können z.B. für Infusionen, Blutwäsche und dergleichen, verwendet werden.

Aber auch bei den wieder verwendbaren direkt gesteuerten Magnetventilen gibt es Ausführungen, die in Bezug auf die Hygiene sehr hohe Ansprüche erfüllen können.

Die traditionellen direkt gesteuerten Hubanker-Magnetventile haben Bauartbedingt alle das gleiche Problem, dass das Medium den beweglichen Anker (er hat auch folgende andere Bezeichnungen: Kolben, Plunger, Kern, Hub-Anker u.a.) von allen Seiten umspülen muss, damit der Mediumsduck von allen Seiten gleichmäßig auf den beweglichen Anker einwirken kann.

Ohne diesen Druckausgleich müssten sehr viel größere (stärkere) Magnetspulen verwendet werden. Diese vollständige Umspülung führt zwangsläufig zu Tot-Zonen im Ventil, in denen das Medium dauerhaft stehen bleibt und nur über einen langen Zeitraum ausgetauscht werden kann. Das stehende Medium wird bereits nach kurzer Zeit zu einer Vermehrung von Keimen führen. Besonders in der Pharma- und Medizintechnik, aber auch bei Bädern, Getränke- und Trinkwasseranlagen muss das unbedingt vermieden werden.

Führende Magnetventilfirmen haben deshalb z.B. direkt wirkende Klappanker oder Wippenventile entwickelt, bei denen mit aufwendigen Mechanismen, das Medium mit Membranen von den Schaltelementen der Magnetvenile (www.bavariafluidtec.de) getrennt wird.
Aber selbst hier lassen sich Zonen im Ventil nicht vollständig vermeiden, in denen der Mediums-Austausch verlangsamt ist. Außerdem kosten diese Ventile mehr und haben einen höheren Stromverbrauch als einfache Hubanker-Magnetventile.
Das bayerische Unternehmen Bavaria FluidTec GmbH hat in den letzten Jahren direkt gesteuerte Inline- oder Koaxial-Magnetventile konstruiert, die praktisch ohne Tot-Zonen im Ventil auskommen. In Zusammenarbeit mit der technischen Universität Graz wurden darüber hinaus die Mediums-Kanäle im Ventil so optimiert, dass in allen Ventilbereichen annähernd die gleiche Strömungsgeschwindigkeit besteht, so dass vom Medium mitgeführte Bestandteile nicht an bestimmten Stellen ausgefällt oder abgelagert werden.

Auch in Ruhezeiten abgelagerte oder ausgefällte Fremdkörper können wieder abgelöst und mitgerissen werden, sobald die Ventile wieder zum Einsatz kommen. Diese Ventile können somit als selbstreinigend bezeichnet werden. Diese Strömungs-optimierten Magnetventile haben quasi als "Abfallprodukt" durch weitgehende Vermeidung von Turbulenzen in den Ventilen, geringere Druckverluste, nahezu verdoppelte Effizienz, kürzere Ansprechzeiten und einen geringeren Werkstoffverbrauch ermöglicht.

 

Quelle:Pressemitteilung von BFT GmbH. November 2011

 

Inline-BMV60404

Inline-BMV61010

Inline-BMV61111

Inlineventile / Koaxialventile 

werden elektromagnetisch betätigt, indem eine Spule von einem Strom durchflossen wird und dadurch ein magnetisches Feld entsteht.
Bei Inlineventilen wird das Medium durch die Magnetspule geführt. 
Alle Inlineventile sind stromlos geschlossen.
Sie schalten ab 0 Bar.   Der Durchgang aus dem Ventileshop-Angebot ist 2 mm.

Das rechte Bild zeigt die Ausführung BMV 61010.
Anschlüsse (Ausgang und Eingang): 6/8er Schlauch.

Das linke Bild zeigt die Ausführung BMV 60404.
Anschlüsse (Ausgang und Eingang): 1/8-Zoll-Innengewinde und 1/4-Zoll-Außengewinde

 

Elastomere für Ventildichtungen

Damit ein Magnetventil und ein Inlineventil geschlossen ist, dichtet ein Elastomer den Durchgang ab. Da der weitere Aufbau der Magnetventile und der Inlineventile / Koaxialventile zum Beispiel aus Messing oder Edelstahl bestehen, wird die Eignung von Magnetventilen und Inlineventilen für die geschalteten Medien durch das Elastomer bestimmt.
Je nach Hersteller variieren die Werte, auch der Temperatur.
Zum Beispiel können die 42675 und die 42620 auch in FPM/FKM geliefert werden. Die Bezeichnung ist dann: E105AV///..

 

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© Richard Taube